18.05. - Schoenstatt Maennerliga

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Sonntag, 18. Mai 2014, 5. Sonntag der Osterzeit, Bündnistag

Tag der Entscheidungen und Aussendung

Moderator des Tages: Herr Franz Bradler



Das Morgenlob im Taborheiligtum gestaltete Johann Kiwitt als tiefgründige Einstimmung in den Bündnistag in der Osterzeit und im Marienmonat Mai. In einer ersten Arbeitseinheit am Vormittag wurden im Großen Saal von Haus Tabor die am Vortag in den Arbeitskreisen erarbeiteten Inhaltsschwerpunkte und ersten Formulierungsversuche der Jahreslosung vorgestellt. Sprecher waren Roland Ketzer, Joachim Konrad und Franz Bradler.

Arbeitskreis 1 zitierte die Erste Gründungsurkunde: „Macht euch keine Sorge um die Erfüllung eures Wunsches. Ich Liebe die, die mich lieben“ und formulierte kurz wie die internationale Parole: Dein Bündnis, unsere Marienbergsendung.

Arbeitskreis 2 hatte unter der Überschrift „Mein Jubiläumsgeschenk“ zwei Formulierungsstränge gefunden: Mit Pater Kentenich einen Neuaufbruch wagen / Vom Marienberg hoffnungsfreudig in die neue Zeit.

Arbeitskreis 3 griff die internationale Parole vor 50 Jahren, im Jubiläumsjahr 1964, auf: „Gründe neu, dem Ursprung treu“ und formulierte ergänzend: Dem Ursprung und der (Marienberg-)Sendung treu.

In die anschließende Diskussion brachte Marienbruder Kanzler den Aspekt der Sendung „für Kirche und Welt“ ein: Die Kirche habe hohe Erwartungen an Schönstatt und suche gezielt Antworten dort, auch die Welt habe hohe Erwartungen und warte auf Antwort, woher sie auch komme. Betont wurde, dass Treue sich im „Bewahren durch Erneuern“ erweisen müsse. Am Ende der Diskussion nahm Moderator Bradler die Straffung auf vier Inhaltsbereiche vor:

Marienbergsendung — Ursprung, (Liebes-)Bündnis — Neuaufbruch/Neugründung — Kirche und Welt.

Nachdem die Arbeitskreise sich zum letzten Mal im Haus Tabor zurückgezogen hatten, standen am späten Vormittag deren Formulierungsvorschläge fest:

1. Unsere Marienbergsendung – Neuaufbruch im Liebesbündnis

2. Mein Jubiläumsgeschenk: Im Liebesbündnis Marienbergsendung leben

3. (Die) Marienbergsendung – unser Neuaufbruch

Aus den ersten beiden Vorschlägen fanden die Teile „Neuaufbruch im Liebesbündnis“ und „Marienbergsendung leben“ allgemein guten Anklang. Gegen die Verwendung des Gedankenstrichs wurde eingewendet, dass er, wie der richtig verwendete Doppelpunkt im zweiten Vorschlag, als Gleichheitszeichen missverstanden werden könnte. Als Formulierung ohne Gedankenstrich wurde daraufhin vorgeschlagen: Neuaufbruch im Liebesbündnis für unsere Marienbergsendung. In der Abstimmung setzte sich dann aber doch eindeutig die Kombination der Teile aus dem ersten und zweiten Vorschlag mit Gedankenstrich durch, ergänzt um die Jubiläumsjahreszahlen als Auftakt:

1914–2014

Neuaufbruch im Liebesbündnis – Marienbergsendung leben

Noch vor dem Mittagessen eilten wir in Fahrgemeinschaften zum Berg Schönstatt. In der Gründerkapelle legten wir, wie es seit Jahren Brauch ist, das Plakat mit der Aufschrift der gerade gefundenen Losung auf den Sarkophag, um zu symbolisieren: wir bringen sie dankbar unserem Vater und Gründer, um sie in kindlichem Vertrauen aus seiner Hand als Geschenk und Auftrag „für Kirche und Welt“ wieder entgegenzunehmen. Franz Bradler leitete die kleine Feier.

Um 14 Uhr trafen wir uns zum Abschlussplenum im Großen Saal. Joachim Konrad zeigte eine Bilderschau, die er zum 80. Geburtstag von Gebhard M. Basler in diesem Jahr zusammengestellt hatte. Er fesselte damit unsere Aufmerksamkeit, weil uns als verantwortliche Männer in den Diözesen eine zum Teil jahrzehntelange Zusammenarbeit mit unserem ehemaligen laikalen Standesleiter verbindet.



Bis zur Abschlussmesse im Taborheiligtum blieb noch eine gute Stunde Zeit für offene Fragen und einen Ausblick.
Marienbruder Kanzler gab den zuvor abgestimmten Termin der nächsten Jahrestagung bekannt: Samstag bis Montag, 17. bis 19. Oktober 2015.
Da die Delegiertentagung der gesamten deutschen Bewegung ab 2015 nicht mehr im Oktober stattfinden wird, bot sich dieser Termin rund um den Schönstatt-Tag für eine eigene Tagung der führenden Männer an. Vorgeschlagen wurde, auch Mitglieder, die keine unmittelbare Führungsverantwortung haben, dazu einzuladen. Längerfristig soll eine zeitgemäße, die Realitäten heutiger Seelsorge berücksichtigende Unterscheidung zwischen Mitarbeiter- und Mitgliedsweihe gefunden werden. Die Mitgliedertagung könnte durch Einbindung in die Anbetungswoche wiederbelebt werden.
Marienbruder Kanzler, der nicht seine volle Arbeitszeit in seine Aufgabe als laikaler Standesleiter einbringen kann, ist auf der Suche nach priesterlichen Standesleitern und Referenten in einzelnen Diözesen.
In Studienkreisen, die sich an zentralen Orten außerhalb Schönstatts treffen, sollen interessierte Männer weiterhin ihr Wissen von Schönstatt vertiefen können. Das neue Konzept der Männerwallfahrt sei, das Programm am Samstagnachmittag gezielt für Männer zu gestalten, am Sonntag aber offen für alle.

Zelebrant der Messfeier vom 5. Sonntag der Osterzeit war Pater Michael Hagan, Geistlicher Assistent des Schönstatt-Familien-bundes.
Das Plakat mit der Aufschrift unserer neuen Jahreslosung symbolisierte dabei auch im Taborheiligtum, unter den Augen und der Krone unserer Taborkönigin, Geschenk und Sendungsauftrag.
Pater Hagan nahm in seiner Predigt zuerst das Jesuswort im Johannesevangelium auf: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Männer suchten Gott draußen, in der Auseinandersetzung mit der Welt, aber „die Richtung des Weges geht nach innen, zum Herzensheiligtum“ als Lebensquelle. Dann legte er uns nahe, das Wort aus dem ersten Petrusbrief auf den Marienberg und das Taborheiligtum anzuwenden: Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen. Zum Schluss gab er uns noch „die 5 B’s der Familien“ mit auf den Weg: Begegnung, Berührung, Beziehung, Bindung, Bund.

Nachtrag

Aufgefallen ist uns im Urheiligtum am Lichtrahmen des Gnadenbildes: „Ingolstadt 1914“, „Schönstatt 1919“. Auf diese Weise symbolisiert der Lichtrahmen die „Parallele Ingolstadt-Schönstatt“. Die Jahreszahlen beziehen sich auf die Marianische Kongregation in Schönstatt: die Gründungsfeier am 19. April 1914 und die Wiedersehensfeier nach dem Weltkrieg und Feier des 5-jährigen Bestehens am 27. April 1919.

Eugen Wünstel

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